Temple Grandin - Du gehst nicht allein

Temple Grandin - Du gehst nicht allein

Temple Grandin ist besonders: Sie spricht wenig, nur das Nötigste. Sie erträgt keine körperliche Nähe. Sie nimmt die Dinge um sich herum anders wahr als ihre Mitmenschen. Sie denkt in Bildern, hat ein fotografisches Gedächtnis. Temple Grandin ist Autistin. Als bei ihr in den 50er Jahren die Diagnose gestellt wird, ist dieses Krankheitsbild in den USA noch so gut wie unbekannt. Anstatt sie in ein Heim zu geben, erarbeitet ihre Mutter in mühsamer Kleinarbeit nach und nach bestimmte Methoden für den Umgang mit ihrer Tochter. Mit der Unterstützung ihrer Mutter und ihres engagierten Lehrers Dr. Carlock schafft Temple den Schulabschluss. Am Ferienwochenende vor dem Beginn des Colleges entdeckt das junge Mädchen auf der Farm ihrer Tante Ann ihre Faszination für Tiere, vor allem für Rinder. Der Beginn auf dem College ist für Temple ein Alptraum. Als sie in der fremden Umgebung voll unbekannter Menschen und unverständlichen Regeln nicht mehr zurechtkommt und ein Panikanfall den nächsten jagt, erinnert sie sich an eine Gerätschaft, die sie auf der Farm ihrer Tante gesehen hatte: Zum Impfen werden die Tiere in eine spezielle Maschine eingeklemmt, die sie beruhigt und besänftigt. Genau solch einen Behandlungsstand baut sie, die sie keine Umarmung von Menschen erträgt, sich nun selbst. Nachdem sie dem College-Direktor eine auf eigenen Forschungen beruhende, wissenschaftliche Begründung ob der Wirksamkeit ihrer Erfindung vorgelegt hat, darf sie sie behalten. Durch sie kann Temple die Wirren des Studiums bewältigen und schafft einen erfolgreichen Abschluss. Als sie jedoch an der Universität das Muhen von Rindern zum Thema ihrer Masterarbeit machen möchte und dazu die Absegnung des Leiters des Schlachtbetriebs, an dem sie forscht, braucht, stößt Temple wieder auf alle Arten der üblichen Vorurteile. Die junge Frau braucht all ihre Kraft, um sich den Widerständen ihrer Mitmenschen entgegenzustellen.

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