Superhirn im Federkleid

Superhirn im Federkleid

Die Inseln Neuseelands und Neukaledoniens spielen eine Sonderrolle in der Evolution: Da es hier keine Säugetiere gab, hatten die Vögel die unangefochtene Herrschaft übernommen - 80 Millionen Jahre lang, bis der Mensch die ersten Vierbeiner mit Fell und Pfoten einschleppte. Kein Wunder also, dass die Vögel hier auch heute noch für Überraschungen gut sind: Das Filmteam traf in den neuseeländischen Alpen auf die einzigen Papageien der Welt, die in Schnee und Kälte leben. Diese Keas sind von verblüffender Zutraulichkeit und Neugier, und sie zählen zu den verspieltesten Lebewesen der Erde. Doch hinter ihrem Spieltrieb steckt eine bittere Notwendigkeit: Das Nahrungsangebot in den kargen Bergen ist unsicher und wechselhaft; die Papageien sind darauf angewiesen, ständig neue Futterquellen ausfindig zu machen und sie zu testen. Dabei gehen sie mit Kreativität, Intelligenz und Einfallsreichtum zu Werke. 1.000 Meilen entfernt, in den Nebelwäldern Neukaledoniens, stieß das Filmteam auf ganz andere geistige Überflieger: auf einheimische Krähen, die den Umgang mit Werkzeug beherrschen. Auch dabei geht es um Nahrung, nämlich um die Bockkäfer-Larven im Holz. Die Krähen verstehen es, die Maden aus ihren Löchern zu holen - mit ausgefeilter Angeltechnik. Spezielle Zeitlupenkameras zeigen, wie virtuos die Vögel damit umgehen. Hinter dieser erstaunlichen Begabung der Krähen tut sich dieselbe Frage auf wie bei den schlauen Keas: Wie viel verstehen die Tiere eigentlich von dem, was sie tun? Verfügen sie tatsächlich über technische Grundkenntnisse und klare Zielvorstellungen? Originelle Tests mit zahmen Krähen und Papageien belegen ihren ungewöhnlichen Technik-Verstand.

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