Südostschweiz Standpunkte: Burnout: Wenn nichts mehr geht
SRF1
07.02., 13:05
- 14:00 Uhr
Urs Brandenburger war im Job erfolgreich. Doch von heute auf morgen ging nichts mehr. Zu Beginn kämpfte er mit körperlichen Symptomen wie Rückenschmerzen. Richtig ernst nahm er die Anzeichen nicht, bis er im Büro einen Zusammenbruch erlitt. Es folgten Abklärungen und vier Klinikaufenthalte. Rund drei Jahre dauerte es, bis er sagen konnte, ich bin wieder gesund. In der Sendung «Südostschweiz Standpunkte» erzählt er von seinem Burnout und was sich in seinem Leben verändert hat. Zudem gibt der heutige Burnout-Coach Tipps zur Früherkennung.
Auch der Davoser Landammann Philipp Wilhelm kämpfte sich nach einem Burnout zurück. Sein Zusammenbruch kam nach einer Fraktionssitzung, als ihm Übelkeit und Kopfschmerzen zusetzten. Heute kennt er den Grund: Erschöpfungsdepression. Zu Beginn wollte er nur noch schlafen und blieb bis zu 20 Stunden im Bett. Während drei Monaten wurde er in einer spezialisierten Klinik behandelt. Inzwischen ist Wilhelm zurück in seinem politischen Amt und konnte sein Pensum kontinuierlich auf 100 Prozent steigern. Welche Lehren zieht er heute aus seinem Zusammenbruch und wie lässt sich so etwas zukünftig verhindern? Darüber reden die beiden Burnout-Betroffenen mit Stefan Nägeli, Journalist der Südostschweiz.