Sturm über Europa: Varusschlacht und Gotensaga

Sturm über Europa: Varusschlacht und Gotensaga

ZDFinfo Live-TV ZDFinfo 14.09., 15:05 - 15:50 Uhr
GeschichtsdokuD 200245 Minuten 

Im Jahre 9 nach Christus hatte der Cheruskerfürst Arminius Roms Truppen besiegt. Archäologen haben das Schlachtfeld lange vergeblich gesucht: In Kalkriese bei Osnabrück wurde es gefunden. Mit der Archäologin Ágnes Kustár blickt "Terra X" zurück in die Vergangenheit: Erzählt die Gotensaga einen Mythos oder tatsächliche Geschichte? Überall haben die Goten Gräber und Schätze hinterlassen. Was verraten sie über die "Barbaren", die die antike Welt veränderten? Kamen die Goten aus Skandinavien über die Ostsee? "Die Ostsee kann man in beiden Richtungen befahren", sagen Archäologen scherzhaft. Die Goten hätten Schweden von Polen aus besiedelt, sie haben jetzt Beweise dafür, dass die Urheimat der Goten an der Weichsel lag. An der Geschichte der Völkerwanderung ändert das nichts. "Als nun die Zahl des Volkes immer mehr zunahm, fasste König Filimer den Entschluss, dass das Heer mit Weib und Kind auswandern solle." Die Goten zogen entlang der Weichsel flussaufwärts bis ans Schwarze Meer und die Donau. Die Donau war die Grenze zwischen dem Römischen Reich und dem Land der Goten. Deshalb trafen sich der Anführer der Goten, Athanarich, und Kaiser Valens im September des Jahres 365 in der Mitte des Flusses, um einen Friedens- und Freundschaftsvertrag zu schließen. Die Welt schien in Ordnung. Doch dann tauchten am Horizont Reiterhorden auf, die Hunnen, die "fürchterlichsten aller Krieger". Ein Sturm fegte über Europa.

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