stationen.Dokumentation - Sommerporträts

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Ein junger Mann springt in die Isar, taucht kurz unter und holt ein an einem Bindfaden befestigtes Kreuz aus dem Wasser. Unter Beifall übergibt er es dem Erzpriester am Ufer. Der orthodoxe Ritus am Dreikönigsfest, die Karfreitagsprozession zum Rathaus, das Grillen der Lämmer auf dem Königsplatz - all diese griechischen Bräuche haben mittlerweile ihren festen Platz im Jahreslauf der bayerischen Landeshauptstadt. Für den Münchner Oberbürgermeister Christian Ude ein Musterbeispiel gelungener Integration, die dem Erzpriester und Oberhaupt von 30.000 orthodoxen Christen, Vater Apostolos, zu verdanken ist. Als Vater Apostolos seine erste Gastarbeitergemeinde in Deutschland übernahm, waren viele Griechen von der deutschen Gesellschaft weitgehend isoliert. Mit der ihm eigenen Dynamik und seinem Charme setzte der Erzpriester alles daran, ein dichtes Netz von Kontakten zu knüpfen. Bei Behörden und Ämtern kennt man 'den Anwalt der griechischen Landsleute' inzwischen gut. Und es gibt heute kaum noch einen Empfang in der Landeshauptstadt, bei dem nicht auch griechische Vertreter, allen voran Vater Apostolos, eingeladen sind. Max Kronawitter hat den griechischen Erzpriester mit der Kamera begleitet und zeigt den faszinierenden Alltag einer griechisch-orthodoxen Pfarrersfamilie.

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