Spiegel TV Magazin spezial

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ReportagemagazinD  

Die Journalisten haben Menschen getroffen, die immer noch in Container-Siedlungen leben, nachdem sie aus ihren radioaktiv-verseuchten Heimatdörfern evakuiert wurden. Wiedergutmachungszahlungen durch den Kraftwerksbetreiber Tepco fließen nur zögerlich oder gar nicht. Aufgrund der freigetretenen Strahlung darf sich in den Sperrgebieten rund um den havarierten Reaktor niemand mehr aufhalten und dennoch gibt es Bewohner, die - von der Außenwelt abgeschnitten - dort leben. Weder Tepco, noch die Regierung haben Erfahrung mit der Dekontaminierung solcher Gebiete. Die Versuche, die verseuchten Regionen zu reinigen, wirken wie ein Feldversuch ohne Vorlage. Spiegel TV ist es gelungen, in die verbotene Zone unweit des AKWs zu fahren und selber Messungen vorzunehmen. Werte von 65 Mikrosievert pro Stunde waren das Ergebnis. Ebenso verheerend ist die Lage in den ehemaligen Tsunami-Gebieten. Viele Küstenabschnitte sehen auch heute noch aus wie Mondlandschaften. Ganze Dörfer sind von der Erdoberfläche verschwunden, stattdessen liegen gestrandete Schiffe am Straßenrand und in den Häuserruinen stehen noch die Möbel ihrer ehemaligen Bewohner. Über 3.000 Menschen gelten als vermisst. In regelmäßigen Abständen suchen Taucher der Küstenwache nach ihren Überresten. Als erstes TV-Team durften die Reporter die Suche nach den Leichen begleiten.

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