Sonnensucher

Sonnensucher

Im Herbst 1950 ist der Uranbergbaubetrieb 'Wismut' im Erzgebirge fest in sowjetischer Hand. Das Uran soll dem Land dazu dienen, nach den amerikanischen Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki ebenfalls zur Atommacht aufzusteigen. Unter Tage arbeiten Aufbauwillige, Abenteurer, Gestrandete, Deutsche und Russen, einige zukunftsfroh, manche noch von der Vergangenheit gefangen. Emmi Jahnke und das 18-jährige, elternlose Mädchen Lutz kommen zwangsweise, da sie in Berlin von der Polizei verhaftet wurden und keine regelmäßige Arbeit nachweisen konnten. In Wirklichkeit hat Emmi ihr Überleben in der Nachkriegszeit durch Prostitution gesichert, und Lutz war von frühen Jahren an wehrlosen Übergriffen von Männern ausgesetzt. Der üble Leumund eilt den beiden voraus, ganz zum Missfallen des Obersteigers Franz Beier, der den Schacht leitet und gegenüber den Eigentümern den reibungslosen Ablauf verantwortet. Trotzdem findet der Kriegsversehrte bald Gefallen an Lutz - ebenso wie der junge Hauer Günter Holleck. Mit ihm lebt sie eine Zeitlang zusammen, muss aber schon bald erkennen, dass er nicht der richtige Partner für sie ist. Aber nicht nur ihre privaten Probleme beschäftigen sie, auch gibt es Konflikte: Es fehlt an Material, und den Arbeitskräften im Betrieb mangelt es an gründlicher Sachkenntnis. Außerdem wird dem Obersteiger Beier mit viel Misstrauen begegnet, hat er doch unangenehme Offiziersallüren noch immer nicht abgelegt. Für Lutz wird der sowjetische Ingenieur Melnikow zur moralisch-integren Instanz und zum Vorbild. Zögernd beginnen die Arbeitspartner aufeinander zuzugehen ...

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