Solidarität in der Krise

Solidarität in der Krise

Gesellschaft und Soziales 

Solidarität ist ein viel gebrauchter Begriff, eine Allzweckwaffe in der gesellschaftlichen Diskussion. Nur: Was ist Solidarität eigentlich, wozu brauchen wir sie?

Was bringt uns solidarisches Handeln, außer dem guten Gefühl, einer humanitären Pflicht nachzukommen, wenn wir Bedürftigen helfen - zum Beispiel Flüchtlingen? Was bewegte etwa Martin von Tours, seinen Mantel mit einem Armen zu teilen?

Der Hirnforscher würde sagen, eine Aktivität des Frontallappens. Der Soziologe würde das Teilen des Mantels als eine Handlung mit gewisser Fairnesspräferenz definieren. Der Ökonom würde sagen, das Teilen sei nutzlos gewesen - besser hätte Sankt Martin eine Mantelfabrik gegründet und den Armen einen Job gegeben. Der Philosoph würde ihm unterstellen, das Teilen sei eine Art Einzahlung in eine "Wohlfühl-Bank" gewesen, verbunden mit dem Wunsch, alles mit Zinsen zurückzubekommen. Doch diese Wohlfühl-Bank ist mittlerweile eine "Bad Bank" für faule Kredite geworden. Jeder glaubt, mehr einzuzahlen als er jemals wieder herausbekommen wird. Stimmt das?

In der Dokumentation "Solidarität in der Krise" untersuchen Soziologen, Verhaltensökonomen und Neurowissenschaftler, welches die Antriebs-Faktoren für Solidarität sind.

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