Shakespeare in Love

Shakespeare in Love

London 1593. Der junge Poet Will Shakespeare steckt in einer tiefen Schaffenskrise. Enttäuscht von der Liebe und immer in Geldnöten, schafft er es nicht, seinem Arbeitgeber, dem Theaterbesitzer Philip Henslowe , das gewünschte Lustspiel mit dem Arbeitstitel «Romeo and Ethel, the Pirate's Daughter» rechtzeitig abzuliefern. Henslowe steht kurz vor dem Ruin und wird vom Finanzhai Fennyman unter Druck gesetzt. Als der unbekannte junge Thomas Kent zum Vorspielen auftaucht, scheint Will wenigstens den perfekten Romeo gefunden zu haben - doch rennt dieser von den Proben plötzlich ohne Grund weg. Kurz darauf lernt Will die Adelige Viola de Lesseps kennen, die eine glühende Verehrerin seiner Kunst ist. Zufällig wohnt sie im selben Haus, in dem Thomas Kent angeblich als Neffe einer Amme lebt. Shakespeare verliebt sich leidenschaftlich in die schöne Viola und kommt ihrem Doppelspiel schon bald auf die Schliche: Sie versuchte - als Thomas verkleidet - die männliche Hauptrolle in seinem Stück zu bekommen, da Frauen der Auftritt auf der Bühne untersagt ist. Er engagiert sie als Romeo und trifft sie heimlich zu romantischen Liebesnächten. Doch ihrer grossen Liebe steht der arrogante Lord Wessex im Weg, dem Viola versprochen ist. In seiner Verzweiflung ändert Shakespeare den Verlauf seines Stücks, je nachdem wie es in seinem eigenen Liebesleben gerade läuft. Aus der geplanten Komödie wird bald die Tragödie «Romeo und Julia».
Die Tatsache, dass über Shakespeares Londoner Jahre wenig bekannt ist, bewog die Drehbuchautoren Tom Stoppard und Marc Norman dazu, mit einer witzigen Mischung aus fiktionalen und geschichtlich belegten Personen eine wunderbar leichtfüssige Liebeskomödie und gleichzeitig eine Satire auf die Theaterwelt zu erzählen. Der Ausgangspunkt für «Shakespeare in Love» war dabei eine reine Spekulation darüber, was Shakespeare zu seinem ersten Drama von Weltrang, «Romeo und Julia», inspiriert hat. Üppige Dekors und Kostüme lassen das London um 1593 und die Hochblüte des Elisabethanischen Theaters wieder aufleben. Gwyneth Paltrow zeigt als Viola, dass sie eine ausgezeichnete Komödiendarstellerin ist und wurde denn auch mit dem Oscar für die beste weibliche Hauptrolle prämiert. Joseph Fiennes gibt den leidenschaftlichen Shakespeare. Daneben sind Stars wie Geoffrey Rush, Colin Firth, Ben Affleck und - als Shakespeares Konkurrent Marlowe - Rupert Everett zu sehen. Für ihren kurzen, aber umso imposanteren Auftritt als Queen Elizabeth erhielt Judi Dench den Oscar für die beste weibliche Nebenrolle. «Shakespeare in Love» wurde mit insgesamt sieben Oscars ausgezeichnet. Unzähligen Zitate aus Shakespeares Werk und eine Sprache, die in der englischen Originalversion zwischen Elizabethanischen Versen und grobem Strassenslang variiert, machen den Film auch für Shakespeare-Kenner und Liebhaber des Barock zum Hochgenuss. SRF zwei zeigt den hintergründigen Spass im Rahmen seiner Spielfilmreihe zum SRF-Themenschwerpunkt «Barock ? mon amour» exklusiv in Zweikanalton deutsch/englisch.

Bewertung

0,0   0 Stimmen