scobel

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Am 11. März 2011 erlebte Japan die schlimmste Katastrophe seit Hiroshima und Nagasaki. Innerhalb kürzester Zeit brachte die Natur die scheinbar unverrückbaren Grundfesten der modernen japanischen Hochzivilisation ins Wanken - und damit eine scheinbar grenzenlose Fortschritts- und Technikgläubigkeit. Aus philosophischer Sicht geht es dabei nicht nur um Ethik oder um die Frage, ob Atomkraft beherrschbar und Atomkraftwerke sicher sind. Die Reaktion der deutschen Politiker zeigt, dass im Grunde noch ein heimliches Restwissen über die grundsätzliche, nie auszuschließende Bedrohung des Lebens vorhanden ist. Deshalb ist die eigentlich philosophische Frage, die nun wieder brisant geworden ist, die nach dem Wesen des Menschen: Er lebt in engen, zugleich aber ungeheuer komplexen Zusammenhängen, die er - wie die Klimadebatte, die Überbevölkerung, das Problem der sozialen Ungerechtigkeit - offensichtlich weder überschauen noch steuern kann. Tatsächlich blendet der Mensch nicht nur reale Gefahren, sondern auch seine Gefühle des Bedrohtseins - letztlich durch den Tod - aus. Gert Scobel diskutiert mit Philosophen, Risikoforschern und Psychologen die 'Risikophilosophie' - den kulturell geprägten Umgang mit dem Risiko.

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