Schimanski muss leiden

Schimanski muss leiden

Morgens um halb sechs: Schimanski hat's eilig, er will zum Geburtstag seines alten Chefs nach Hamburg. Die kurdische Frau, die stumm und verstört vor seinem Hausboot steht und Hilfe sucht, stört ihn nur. Widerwillig schiebt er sie ins Auto, lädt sie bei seinem Kollegen Hunger ab. So weit, so gut.Doch wenig später findet sich Schimanski in wilder Flucht auf der Autobahn wieder, bedrängt von pistolenfuchtelnden Türken. Schuld sind ein übergeschnappter Kleinganove, seine besorgte Großmutter (Christiane Hörbiger) und die verängstigte Kurdin: Als politische Aktivistin wurde Nadiye jahrelang in türkischen Gefängnissen gefoltert — und dann überraschend freigelassen. Seither wird die vermeintliche Verräterin von den eigenen Leuten gejagt. Der Autor Michael Klaus hat einen solchen Fall im Bekanntenkreis erlebt und daraus diese aberwitzige Mixtur aus Road-Movie und Politkrimi entwickelt, die durch das Zusammenspiel zweier großer Schauspieler glänzt: Zum ersten Mal nach 'Schtonk' standen Götz George und Christiane Hörbiger wieder gemeinsam vor der Kamera, legten dabei auch eine überzeugende Bettszene hin. 'Ich wollte einfach furchtbar gerne wieder mit George arbeiten', sagt die Hörbiger. 'Er hat eine ungeheure Disziplin, und er lebt für diesen Beruf.'

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