Schimanski: Asyl

Schimanski: Asyl

Schimanski (Götz George) und seine Freundin Marie-Claire (Denise Virieux) sorgen sich um den 17-jährigen Attila (Sebastian Urzendowsky). Der junge Tschetschene hat als Einziger einen illegalen Transport überlebt, der ihn mit seinem Vater und 23 weiteren Kriegsflüchtlingen nach Deutschland bringen sollte. Die Polizei vermutet eine Duisburger Transportfirma hinter den Machenschaften. Beweise liegen jedoch keine vor. Deshalb bitten Hänschen (Chiem van Houweninge) und Hunger (Julian Weigend) Schimanski um Hilfe. Der Ex-Kommissar zögert. Doch dann erklärt er sich zu der gefährlichen Aufgabe bereit und es gelingt ihm durch einen geschickten Schachzug, Zugang zu der Schlepperbande zu finden: Mit Hilfe einer Prostituierten, die auf einem Parkplatz an der Grenze Lkw-Fahrern ihre Dienste anbietet, wird der Schleuser Will vorübergehend schachmatt gesetzt. Schimanksi springt kurzfristig als Fahrer ein und verschafft sich so Zugang zu den Flüchtlingstransporten. Er sieht das Leid der gezeichneten Menschen, die horrende Summen an ihre vermeintlichen Helfer zahlen und sich bei ihren Fluchtversuchen in höchste Gefahr begeben. Und er bekommt die rauen Methoden der Verbrecher zu spüren. Bei einem dieser Transporte lernt Schimanski Lara (Yekaterina Medvedeva) kennen, die er wenig später in Duisburg - seltsamerweise bei einem heimlichen Treffen der berüchtigten Schlepper - in einer Großmarkthalle wiedersieht. Vollends überrascht ist er, als er auch Attila, der auf eigene Faust losgezogen ist, um die Mörder seines Vaters zu finden, auf diesem Markt antrifft. Dass der abgebrühte Lkw-Fahrer Will währenddessen nicht locker lässt, nach der Prostituierten zu suchen, die ihn für eine Weile außer Gefecht gesetzt hatte, wird im Trubel der Ereignisse völlig vergessen. Umso geschockter sind Hänschen und Hunger, als sie von dem Tod der Frau erfahren, die offensichtlich auch noch gefoltert wurde. Für Schimanski hat dieser Mord fatale Folgen. Die Situation gerät außer Kontrolle, und die Duisburger Ermittler zeichnen sich einmal mehr durch Hilflosigkeit aus.

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