Scampolo

Scampolo

Die junge Waise Scampolo schlägt sich als Fremdenführerin auf Ischia durchs Leben. Vor den Männern ist sie auf der Hut, hat ihre beste Freundin Marietta sie doch gewarnt, dass 'alle Männer lügen'. Doch eines Tages lernt sie den Architekten Robert Costa kennen. Scampolo heißt 'Restchen', und 'Restchen' weiß nicht so recht, wohin sie gehört. Sie arbeitet für Baptiste, den Besitzer eines Touristenbusses, als Fremdenführerin auf Ischia. Das junge Mädchen trägt außerdem Wäsche für ihre beste Freundin Marietta aus, die Scampolo dafür mit guten Ratschlägen und Weisheiten versorgt. Vor allem die Erkenntnis, dass 'alle Männer lügen' hat sich ihr eingeprägt. Als der Architekt Robert Costa seine Wäscherechnung nicht zahlen kann, hilft ihm das gutherzige 'Restchen' mit ihrem wenigen Geld aus. Aus Dankbarkeit lädt dieser das Mädchen zum Essen ein. Zum Abschied bekommt sie einen Kuss. Scampolo hilft Robert ein zweites Mal, als er seine Wettbewerbsunterlagen nicht rechtzeitig abgeschickt hat. Höchstpersönlich bringt sie sie zum zuständigen Minister und erreicht, dass sie trotz Verspätung noch angenommen werden. Scampolo stellt fest, dass nicht 'alle Männer lügen', zumindest nicht ihr Robert. Mit 'Scampolo' inszenierte Regisseur Alfred Weidenmann eine unbeschwerte Filmkomödie, die zu Romy Schneiders ersten Versuchen zählt, sich vom Prinzessinnen-Image a la 'Sissi' zu befreien. 'Scampolo' eröffnet den Filmabend über und mit der unvergesslichen Romy Schneider (1938 - 1982), die als eine der wenigen deutschen Schauspielerinnen nicht nur zu Weltruhm kam, sondern zum Mythos wurde. 1957 war die 19-jährige Romy Schneider nach dem Kinoerfolg 'Mädchenjahre einer Königin' (1954) und der beliebten 'Sissi'-Trilogie das Prinzessinnenspielen leid. Die Rolle des Waisenmädchen Scampolo in Alfred Weidenmanns (1916 - 2002) unterhaltsamer Komödie schien da eine willkommene Abwechslung zu bieten. Im Anschluss an Weidenmanns Film kam es dann zur ersten Revolte der jungen Schauspielerin.

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