Sayome

Sayome

Wegen des schönen Griechen Manoli war die Japanerin Sayome in den 70er-Jahren nach Griechenland gekommen. Die beiden hatten sich in einem Nachtclub in Tokio kennengelernt. Als der Matrose Manoli wieder an Bord gehen musste, bat Sayome ihn, mitkommen zu dürfen. Ihr Vater drohte mit Enterbung und fügte hinzu, falls sie mitfahre, könne sie 'Japan vergessen'. Doch Sayome stand zu ihrem Entschluss. Fünf Jahre lang fuhr das Paar um die Welt, bevor es sich auf Manolis Heimatinsel Kreta niederließ und heiratete. Für Sayome, die erste Japanerin auf der griechischen Insel, war der Anfang nicht leicht. Alles war fremd. Doch sie wollte bleiben. Nach der Hochzeit brach Sayome jeden Kontakt zu Japan ab. Sie kämpfte verbissen um ihre neue Identität, integrierte sich in ihre neue Familie und lernte Griechisch. Jetzt will sie anlässlich der Gedenkfeierlichkeiten für ihre Mutter, die sie nie richtig kannte, noch einmal auf ihre Heimatinsel zurückkehren. In Tokio trifft Sayome ihren Cousin Takashi Fujii, der sie durch ein fremdes, unvertrautes Japan führt und sie in ihr Geburtsdorf Shimanto begleitet. Die Dokumentation zeigt Sayomes Alltag, zeichnet anhand von Familienfotos und Super-8-Aufnahmen die Spuren ihres Lebens in Griechenland und Japan nach und stellt Sitten und Gebräuche, Mentalitäten und Klischees gegenüber. Dabei erfährt Sayome, dass das moderne Japan nicht mehr das Land ihrer Kindheitserinnerungen ist. ARTE stellt diesen Beitrag auch bis sieben Tage nach Ausstrahlung in einer 'Streaming'-Fassung auf ARTE+7 bereit.

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