Sandraub - Das Ende der Strände
Wo früher idyllische Sandstrände waren, ist heute vielerorts nur noch Wasser. Denn eine internationale Sandmafia hat begonnen die Uferzonen abzugraben: Eine ökologische Zeitbombe tickt.
Angesichts des weltweiten Baubooms - aufgrund von Bevölkerungswachstum und wirtschaftlicher Entwicklung in den Schwellenländern - ist der Bedarf an Sand in den letzten Jahren in die Höhe geschnellt. Die Reportage zeigt die verheerenden Folgen des Sandraubs.
Stahlbeton beispielsweise besteht zu einem Drittel aus Zement und zu zwei Dritteln aus Sand. Wüstensand ist nicht zur Betonverarbeitung geeignet, sodass auf anderem Wege ausreichend Nachschub besorgt werden muss.
Rund um den Globus hat der Sandraub ökologisch als auch sozial weitreichende Konsequenzen, die in der Reportage beleuchtet werden. Vom illegalen Abbau in Marokko, dem Verschwinden ganzer Inselwelten in Indonesien bis hin zum Kampf der Bevölkerung in Frankreich gegen Konzerne, die sich Standorte in Küstennähe sichern, um in Schutzgebieten Sand vom Meeresboden abzubauen.