Salon Kitty

Salon Kitty

Kritik:

"Ein spekulativer Film ohne zeitkritischen Wert, der lediglich auf den Reiz von Sex und Nazi-Nostalgie baut."

"Seinerzeit kontrovers diskutierter Film, in dem Tinto Brass in opulenter Ausstattung und mit erstklassiger Besetzung ein Nazi-Bordell präsentiert. [...] Dank erstklassiger Darsteller wie Helmut Berger und Ingrid Thulin sowie der opulenten Ausstattung von Oscar-Preisträger Ken Adam durchaus ein filmisches Erlebnis, das in Deutschland jedoch vorwiegend in einer um mehr als zwanzig Minuten gekürzten Fassung im Umlauf ist."

"Der bekennende Liebhaber großer Oberweiten, der italienische Regisseur Tinto Brass, bezeichnet SALON KITTY selbst als seinen besten Film. Und tatsächlich vermag dieser skurrile Mix aus sexuellen Ausschweifungen und Analyse von Machtstrukturen anhand eines realen Beispiels aus dem 'Dritten Reich' über weite Strecken gleichermaßen zu unterhalten, zu verblüffen und zu überzeugen. Allerdings muss dazu auch gesagt werden, dass dieser Streifen auch nicht völlig zu unrecht häufiger dem reißerischen Genre der Naziploitation zugerechnet wird. Die völlige Unbekümmertheit, mit der hier die Nazis durch den Kakao gezogen werden ist jedenfalls ganz sicherlich nichts für politische korrekte Gemüter. Und deshalb wäre solch ein Film auch noch zur heutigen Zeit ganz sicherlich nicht in Deutschland machbar..."

Hintergrund:

Sie waren ihrer Zeit voraus, haben angeeckt und provoziert - jetzt werden sie wieder von Regisseur Oskar Roehler auf TELE 5 präsentiert: "Skandal! - Filme die Geschichte schrieben". TELE 5 startet am 27. Januar die neue Staffel der Kinofilme ohne Tabus wie "Eraserhead", "Salon Kitty" oder "Das Leben des Brian". Skandalregisseur Oskar Roehler erklärt vor jedem Film den Kontext des Werkes und warum dieses seinerzeit einen handfesten Skandal provozierte. Inspiriert wurde der Nazi-Schmuddel-Schocker von einer wahren Geschichte: Der "Salon Kitty" war in den 1930er-Jahren ein Bordell im noblen Berlin-Charlottenburg, in dem die männliche Elite ein- und ausging. Als seine Besitzerin Katharina "Kitty" Schmidt 1939 bei ihrem Fluchtversuch aus dem Deutschen Reich aufgegriffen wurde, stellte man sie vor die Wahl, entweder ihren Laden zu Spionagezwecken verwanzen und ihre Damen im geschickten Aushorchen schulen zu lassen oder ins KZ zu wandern. Auch der von Helmut Berger gespielte Helmut Wallenberg wird einer realen Person zugeordnet: dem SS-Brigadeführer Walter Schellenberg, der die Abhöraktion bei Kitty leitete. Der Film, überwiegend in den Dear Studios in Rom gedreht, wurde meist nur stark gekürzt gezeigt.

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