Quilombolas in Brasilien
Im 17. Jahrhundert wurden afrikanische Sklaven an die Oligarchen der Zuckerrohrplantagen in Brasilien verkauft. Einige konnten ins Hinterland fliehen, wo sie eine Art Wehrdörfer gründeten. Mit ihnen überlebten auch ihre afrikanischen Traditionen. Heute kämpfen ihre Nachfahren, die Quilombolas, für ihre Rechte und gegen die moderne Version der Versklavung - die Landübernahme durch Monokulturen, die Umwelt- und soziale Probleme hervorruft. Dona Faustina hat die erste Tagung, an der die Afrobrasilianer über ihre Rechte und den Ursprung ihrer Riten aufgeklärt werden, mitorganisiert. Auch Dona Givania ist eine Vorreiterin in Sachen Rechte für die Quilombolas - sie ist die erste gewählte Quilombola-Abgeordnete ihres Landkreises. 1993 bekam sie eine erste schriftliche Todesdrohung, weil sie sich gegen die ungerechte Trinkwasserverteilung engagiert hat. Charlotte Eichhorn stellt in ihrer Dokumentation 'Quilombolas in Brasilien' die Nachfahren afrikanischer Sklaven in Brasilien und ihren Kampf für mehr Rechte vor.