Pastors Biotop

Pastors Biotop

Dokumentation 

Klaus-Henning Dageförde ist evangelischer Pastor der Zwölfhundert-Seelen-Gemeinde Holtensen im Deister. Im Schatten seiner 800 Jahre alten Kirche liegt ein urwüchsiges Biotop, in dem viele Vogelarten ein Refugium finden. Pastor Dageförde verbringt sehr viel Zeit mit der Vogelbeobachtung, sodass er hin und wieder sogar Erlebnisse aus seinem kleinen „Vogel-Paradies“ in seine Predigten einfließen lässt. Das Biotop war früher einmal eine gewöhnliche Schrebergartenkolonie. Rund ein Hektar hat der NABU Wennigsen mittlerweile gekauft und unter Mithilfe des Pastors zu einem Wildreservat umgewandelt, in dem die hier lebenden Tiere und Pflanzen im Vordergrund stehen. An die alten Rübenbeete und die gepflegte Ordnung der Kleingärten erinnert heute nichts mehr. Zurück zur Natur lautet das Motto für die kontrollierte Rückverwilderung. Manchem Dorfbewohner aber sind die ungeschnittenen Hecken genauso ein Dorn im Auge, wie das an vielen Stellen hochwachsende Gras, das Maus und Igel als Unterschlupf dient. Mit seinem Plan, hier ein urwüchsiges Gebiet zu schaffen, das ohne menschlichen Einfluss auskommt, trifft der Pastor nicht überall auf Verständnis. Es bleibt noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten; der Schutz des Biotops ist für ihn inzwischen zu einer Mission geworden. Die Ostpreußische Skudde ist eine vom Aussterben bedrohte Schafart, die zu den kleinsten Schafen überhaupt gehört. In dem Holtenser Biotop von Pastor Dageförde leben circa 140 Tiere sie dienen als natürliche Rasenmäher und halten somit die Landschaft offen. Uralte Obstbaumsorten wachsen hier. Aber es könnten noch mehr sein, finden jedenfalls Klaus-Henning Dageförde und seine Mitstreiter Gerhard Krick und Klaus Koberstein vom NABU. Bei ihrer Neubepflanzung setzen sie ganz auf hochstämmige Apfel- und Pflaumenbäume, die den Vögeln Nist- und Futterplätze bieten sollen.

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