Pakistan

Pakistan

Film von Ulrike Becker Im Norden Pakistans an den Ufern des Indus befindet sich die größte Felsbild-Galerie der Welt: bis zu 60.000 Gravuren und Ritzungen, die ältesten davon sind 6.000 Jahre alt. Vor allem der Siegeszug des Buddhismus ist am Indusufer in Stein dokumentiert. Zu allen Zeiten war der Indus die kürzeste Landverbindung zwischen Innerasien und Indien, ein Seitenzweig der einstigen Seidenstraße. Krieger, Händler, buddhistische Pilger und Missionare waren auf dieser Route unterwegs. Und als wäre das Flussufer ein Gästebuch, hinterließen sie auf den Kieseln am Indus ihre Signaturen. Es sind Bilder ihrer kulturellen und sozialen Traditionen, Symbole ihrer Religionen, szenische Darstellungen, Inschriften. Ein Heidelberger Forscherteam erforscht fast seit 20 Jahren diesen unermesslichen Schatz. Doch jetzt ist klar, es ist ein Wettlauf gegen die Zeit. Pakistan plant am oberen Indus ein gigantisches Staudamm-Projekt. Die historischen Felsbilder werden zu mehr als 70 Prozent überflutet, der Heidelberger Archäologe Harald Hauptmann spricht von einem kulturellen Totalverlust.

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