Once

Once

Eine Strassenecke in Dublin ist die Bühne, auf der ein junger Ire (Glen Hansard) tagsüber mit seiner Gitarre etwas Geld einspielt, und sie wird zum Ort einer Begegnung, die seine Musik und sein Leben gleichermassen beflügelt. Abends, wenn die Strassen sich geleert haben, lässt der junge Mann dort seinen Gefühlen freien Lauf und stimmt mit gebrochenem Herzen traurige Balladen an. Eine junge Pianistin (Markéta Irglová) bleibt stehen, um zuzuhören. Weil sie sich kein Klavier leisten kann, nimmt sie den jungen Mann mit in ein Musikfachgeschäft und spielt ihm Mendelssohn. Über die Musik kommen sich die beiden langsam näher. Sie gewähren einander Einblick in ihre Leben, er ein Aushilfsreparateur von Staubsaugern mit dem Traum einer Musikerkarriere, sie eine Pianistin aus Osteuropa, die ihr Einkommen als Putzfrau bestreitet und sich ein neues Leben aufbauen will. Gemeinsam entwickeln sie Songs für eine Probeaufnahme; aufrichtige, einfache Stücke, die vom Leben am Rande der modernen Gesellschaft erzählen und vom Schmerz der Liebe. Once machte als Publikumsliebling an Festivals wie Sundance Furore und geriet in den Kinos zum Überraschungs-Hit, an den die Zuschauerinnen und Zuschauer ihr Herz verloren. Schliesslich spielten Markéta Irglová und Glen Hansard auf der Bühne der Oscarverleihung vor den Augen von Hollywoodstars sowie der ganzen Welt und durften gar - merklich verdattert - die Trophäe für den besten Song entgegennehmen - all dies als Folge eines kleinen, unprätentiösen Musikfilmes, den John Carney, der irische Regisseur und vormalige Bandkollege von Glen Hansard aus der Folkpop-Band The Frames, innert 17 Tagen mit einfachen Mitteln und liebevoller Sorgfalt drehte. Der Film bildet eine dermassen harmonische Einheit mit seiner Geschichte und den sich wie organisch entwickelnden Songs, dass er die tatsächlichen Erlebnisse des Paars zu dokumentieren scheint. In diesem Fall imitierte jedoch das Leben die Kunst, wurden Irglová und Hansard doch erst nach Fertigstellung des Filmes ein Paar.

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