Oberstadtgass

Oberstadtgass

Briefträger Jucker ist die gute Seele im Quartier. Er kennt die Sorgen und Nöte seiner Nachbarn. Manchmal kümmert er sich um den vaterlosen Mäni, der ständig in Schwierigkeiten steckt. Doch zu Hause hängt der Ehesegen schief. Vor fünf Jahren ist Juckers Sohn Albertli gestorben. Seine Frau Frieda kann nicht darüber hinwegkommen und macht Jucker das Leben schwer. Nach einem Autounfall liegen Jucker und Mäni im selben Spitalzimmer und werden Freunde. Als kurz darauf Mänis Mutter stirbt, erhält der Postbeamte das Sorgerecht. Er hofft, der aufgeweckte Junge werde seine Frau über den Verlust des eigenen Kindes hinwegtrösten. Doch Frieda behandelt Mäni wie einen Eindringling. Regisseur Kurt Früh wurde nach dem Erfolg von 'Polizischt Wäckerli' (1955) von der Direktion der Gloriafilm gedrängt, auch Hauptdarsteller Schaggi Streulis erfolgreiche Hörspielserie 'Oberstadtgass' zu verfilmen. Dabei musste Früh wieder eine vermeintlich heile Welt inszenieren. Es waren Konzessionen an ein Publikum, das zu jener Zeit genau diese Art von Produktionen sehen wollte. 'Oberstadtgass' wurde so auch zu Frühs finanziell einträglichstem Werk.

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