Nur die Sonne war Zeuge

Nur die Sonne war Zeuge

KriminalthrillerF / I  

nach dem Roman 'The Talented Mr. Ripley' Tom Ripley (Alain Delon), ein gutaussehender junger Amerikaner, hat die Arbeit nicht erfunden. Dafür besitzt er eine Vielzahl anderer Talente. Momentan hat er es geschafft, auf Kosten des amerikanischen Industriellen Greenleaf nach Europa zu reisen. Dort soll er dessen Sohn Philippe (Maurice Ronet), mit dem er zusammen zur Schule ging, aufsuchen und dafür sorgen, dass dieser endlich in die Staaten zurückkehrt. Dafür winken Ripley 5.000 Dollar. Philippe genießt sein angenehmes Leben in Italien jedoch viel zu sehr, als dass er dem Wunsch seines Vaters folgen würde. Er hat genügend Geld und außerdem hält ihn seine attraktive Freundin Margit (Marie Laforet) in Europa. Tom gibt sich denn auch nicht allzu große Mühe, seinen Auftrag auszuführen. Er schließt sich Philippe an, und da er ein amüsanter Gesellschafter ist, hat dieser zunächst nichts dagegen. Margit allerdings steht Tom von Anfang an ablehnend gegenüber. Auf einer Segelpartie zu dritt kommt es zum Streit zwischen Philippe und Margit. Als die junge Frau von Bord geht, kühlt auch die Beziehung zwischen Tom und Philippe merklich ab. In dieser Situation bringt Tom weit draußen auf dem Meer Philippe um, nimmt dessen Papiere an sich und versenkt die Leiche. Fortan will er nicht nur Tom, sondern gelegentlich auch Philippe sein, auf dessen Bankkonto er es abgesehen hat. Da er diesem entfernt ähnlich sieht und seine Stimme und Unterschrift perfekt nachahmen kann, gelingt der teuflische Plan zunächst. Tom täuscht alle, auch die Polizei und Margit. Bis eines Tages Philippes Freund Freddy stutzig wird ... Frankreichs Altmeister René Clément hat einen der besten Kriminalromane von Patricia Highsmith sehr eindrucksvoll filmisch umgesetzt: Spannung und psychologische Subtilität halten sich perfekt die Waage. Alain Delon spielt hier eine seiner eindrucksvollsten frühen Rollen. Ihm ist eine große Reihe im SWR Fernsehen gewidmet, die am 4. März mit 'Vier im roten Kreis' von Jean-Pierre Melville fortgesetzt wird.

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