NETZ NATUR: Kuh-Schweiz?
Die Kuh ist das Schweizer Nationaltier. Sie gehört zu den Klischees der Schweiz wie Matterhorn und Edelweiß. Doch wie leben Kühe jenseits des Klischees? Seit acht Jahrtausenden, seit der Mensch im Nahen Osten aus dem wilden Ur-Rind ein zahmes Haustier züchtete, halten Menschen sich Rinder als Nutzvieh. Ob ein Kalb auf einer Weide zur Welt kommt oder im Strohbett einer Bretterbox das Neonlicht der Welt erblickt, ist heute wegweisend für sein weiteres Schicksal. Hat es eine Karriere vor sich, als Superkuh mit einem Euter, aus dem Zehntausende von Litern Milch gemolken werden? Oder wird es in einer Herde bei der Mutter auf der Weide aufwachsen und dann mit zehn Monaten in den Schlachthof gefahren und zu Rindfleisch verarbeitet? Beim Nutztier Rind zeigt sich einmal mehr, dass gesunde Nahrungsmittel letztlich nur mit natürlich gesunden Tieren zu produzieren sind. Die 'Geiz ist geil!'-Mentalität geht bei Milch und Fleisch immer auf Kosten der Tiere. Ungesunde Entwicklungen in der Tierhaltung fallen jedoch auch beim Rindvieh unweigerlich auf den Halter zurück. 'NETZ NATUR' fragt: Wie hat sich das Leben von Kälbern, Rindern und Kühen in der Schweiz in den letzten 20 Jahren verändert?