nano-spezial: Waldeslust
Wie viel Urwald braucht der Mensch?: Im Nationalreservat Heilige Hallen in Mecklenburg-Vorpommern hat der Wald seit etwa 500 Jahren keine Axt mehr gesehen. Es ist dies das älteste Waldreservat Deutschlands und auch der älteste Buchenwald. Doch die Realität in 97 Prozent der deutschen Wälder sieht anders aus: Holz ist eine Ressource und ein enorm wichtiger Wirtschaftsfaktor. Wald muss so viel Holz liefern, wie mit seinen anderen Nutzungen, etwa Erholung, eben noch vertretbar ist. Gesprächsgast ist der Umweltpädagoge Helmut Schreier. Der Wald von morgen: Der Wald der Zukunft wird aus Hochleistungsbäumen bestehen. Denn das regenerative Zeitalter bedeutet auch mehr Holzpellets und mehr Biosprit. Um diesen zusätzlichen Holzbedarf zu decken, braucht es schnell wachsende Wälder, sogenannte Kurzumtriebsplantagen. All das, was Menschen in Mitteleuropa mit dem Wald verbinden, wird hier zur Groteske, zu einem 'Antiwald': Bäume sehen alle gleich aus, sie stehen in Reih und Glied im richtigen Abstand für die Erntemaschine, sind gleich alt. Die Forschung läuft auf Hochtouren, um den Energiebaum zu züchten, der mit diesen Bedingungen am besten zurande kommt. Gesprächsgast ist der Pflanzenökologe Hansjörg Küster.