Mozarts Klarinettenkonzert mit Sabine Meyer

Mozarts Klarinettenkonzert mit Sabine Meyer

Die Klarinette, das Nachfolgeinstrument des barocken Chalumeau (Schallmei), wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts vor allem von den Komponisten der Mannheimer Schule geschätzt. Mozart lernte das Rohrblattinstrument im Jahre 1777 kennen, als er auf seiner Reise nach Paris in Mannheim Station machte. Einige Jahre später erfand ein Wiener Instrumentenbauer namens Lodz das tiefere Geschwisterinstrument der Klarinette, die Bassettklarinette. Der mit Mozart befreundete Klarinettist Anton Stadler verbesserte die technischen Möglichkeiten des Instruments und Mozart widmete ihm daraufhin zwei seiner schönsten Kompositionen: 1789 das Klarinettenquintett KV 581 und 1791, wenige Wochen vor seinem Tod, das berühmte Konzert in A Dur KV 622. Solistin der gezeigten Aufnahme ist Sabine Meyer. Im Gegensatz zu den meisten heutigen Interpreten, die das Werk auf einer normalen Klarinette spielen und dabei die tiefer liegenden Wendungen in die höhere Lage transponieren und somit auf spezifische Klangwirkungen verzichten, spielt Sabine Meyer das Konzert auf einer Bassettklarinette und lässt so das Werk in seiner originalen Klanglichkeit neu aufleben. Sabine Meyer wird begleitet vom Kammerorchester des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks. Das Konzert wurde am 20. Mai 2012 im Münchner Prinzregententheater aufgezeichnet.

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