Models

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Ulrich Seidl zeigt die Kehrseite der glitzernden Welt der Werbung, Modenschauen, Videoclips. Die Stärke seiner Filme besteht darin, dass er extrem gut castet. Seidl denkt sich ein Setting aus, und seine Laiendarsteller haben nun eigentlich nicht viel mehr zu tun, als sie selbst zu sein. Das ist nicht so einfach, wie es klingt - nicht einmal für den Filmemacher selbst, der mit seinen letzten Filmen, allen voran 'Tierische Liebe' (1995), eine gewisse Perfektion in seiner speziellen Regiemethode entwickelt hat. Doch über Models sagt er: 'Nie zuvor war es für mich wahrscheinlich so schwierig, Regie zu führen wie bei diesem Film. Erstens: Weil Models nicht daran gewöhnt sind, dass man sich für ihre menschliche Seite interessiert. Zweitens: Weil Models gewohnt sind, schlecht behandelt zu werden. Und drittens hatte ich es mit Menschen zu tun, die gewohnt sind, ihren Arbeitseinsatz ausschließlich über Geld zu motivieren. Aber Geld konnte nicht die Basis einer fruchtbaren Zusammenarbeit sein für einen Film, wie ich ihn verstehe.' Trotz aller Schwierigkeiten ließ sich Seidl nicht abschrecken. Entstanden ist ein Film, der zu seinen Besten zählt.

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