Midnight Sun - Eisbär auf Reisen

Midnight Sun - Eisbär auf Reisen

AbenteuerfilmI / CDN  

Der Spielfilm, fast komplett unter freiem Himmel gedreht, vereint die Qualität einer erstklassigen Natur-Doku mit einer berührenden Handlung. Größter Star des Films: Eisbärjunge Pisu , der von mehreren Jungtieren verkörpert wurde.

Der Ort, den Luke erreichen muss, um Pisu zurück zu seiner Mutter zu bringen, ist Cape Resolute in der kanadischen Provinz Nunavut. Der Name, den die Inuit Cape Resolute gegeben haben, bedeutet "Ort ohne Dämmerung".

Darauf bezieht sich der Originaltitel des Films, "Midnight Sun". Während es im Sommer 24 Stunden lang Tageslicht gibt, herrscht in Resolute im Winter die Polarnacht. Das Volk der Inuit lebt erst seit 1953 in der Gegend.

Die Inuit wurden dort aus strategischen und geopolitischen Gründen von Kanada während des Kalten Krieges angesiedelt. Ihr angeblich garantiertes Rückkehrrecht in ihr Heimatterritorium wurde ihnen von der Regierung verweigert. Für diese Form der Zwangsumsiedlung zahlte der Staat Kanada im Jahr 2008 zehn Millionen Dollar an die Nachfahren der Erstsiedler und entschuldigte sich offiziell für eine Politik ohne Rücksicht auf das Selbstbestimmungsrecht seiner Bürger.

Mit dem Hype um das Berliner Eisbär-Junge Knut begann der arktische Jäger seinen Einzug ins tiefere Bewusstsein vieler Westeuropäer. Kein Zufall: Der niedliche Knut und die Diskussion um den Klimawandel, und damit die Bedrohung der Eisbären durch Verlust ihres Lebensraumes, fielen zeitlich eng zusammen.

Knut war das erste Tier, das es auf das Titelblatt eines internationalen Hochglanzmagazins schaffte. In einer Fotomontage war das weiße Fellknäuel außerdem gemeinsam mit Oscarpreisträger Leonardo DiCaprio zu sehen. Der Schauspieler macht sich für den Klimaschutz stark.

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