Mein Mekong - Von Laos nach Thailand
Der mächtige Mekong gehört zu den faszinierendsten Flüssen der Welt. Er ist die Schlagader des tropischen Asiens und prägt das Leben von 60 Millionen Menschen links und rechts seiner Ufer als Wasserspender, Nahrungsquelle und Handelsweg. Robert Hetkämper und sein Team des ARD-Südostasienstudios erlebten auf ihrer Tour einen Fluss zwischen gestern und morgen. Vom Mündungsdelta in Vietnam mit den quirligen schwimmenden Märkten und dem rastlosen Gewimmel unzähliger Lastenboote führt die Fahrt auf dem Fluss über Kambodscha und Laos hinauf bis ins Goldene Dreieck im Nordosten von Thailand. Das Filmteam hat für seine Reise ausschließlich lokale Boote benutzt, öffentliche Passagierschiffe oder vor Ort von Etappe zu Etappe angemietete Flussfahrzeuge. Nicht selten waren es äußerst klapperige Konstruktionen, die dem Team manche Reisepanne bescherten. Der Mekong ist ein Fluss geprägt von der Geschichte, vom 1.000-jährigen Angkor bis zu den Gräueln des Vietnamkrieges. Und mit Geschichten von königlichen Balletttänzerinnen bis zu den Fluss-Polizisten, die im Goldenen Dreieck auf der Jagd nach Drogenschmugglern sind. Über weite Strecken entlang des unregulierten Stromes scheint die Zeit stillzustehen. Doch die Zeichen des Wandels sind unübersehbar: riesige Brückenkonstruktionen in Vietnam, Wasserkraftwerke in Laos und überall wachsender Tourismus. Der zweite Teil der Dokumentation führt von den Mekong-Wasserfällen bei Khone über die Ruinen des großen Khmer-Monuments Wat Phu in Laos zum Goldenen Tempel von Vientiane und dessen Mönchen. Auf sanfte Weise überstehen sie die kommunistische Herrschaft von Laos. Eine rasante und hoch gefährliche Fahrt mit hoch motorisierten Rennbooten führt zum Elefantenfestival von Hongsa. Ein Passagierschiff manövriert durch die Stromschnellen. Die Reise endet im Goldenen Dreieck, beim großen thailändischen Wasserfest Songkran - mit einem patschnassen Reporter.