Martha

Martha

Martha, Anfang 30, heiratet ihre große Liebe Helmut. Doch die Ehe entwickelt sich bald zum Albtraum, denn Helmut versucht, Martha ganz nach seiner Vorstellung zu formen. Marthas Liebe wandelt sich in Furcht, sie wird hysterisch und glaubt, dass Helmut sie umbringen will. Nach einem Unfall erwacht sie im Krankenhaus - gelähmt. Nun ist sie Helmut endgültig ausgeliefert. Martha ist Anfang 30 und hatte noch nie eine Beziehung mit einem Mann. Bei einem Besuch in Rom begegnet sie Helmut. Ihr Treffen ist nur ein flüchtiger Moment, doch es hat große Folgen. Zurück in Deutschland trifft Martha den attraktiven 45-Jährigen auf einer Hochzeitsfeier wieder. Für Martha, die noch immer bei ihren Eltern wohnt und in einer Bibliothek arbeitet, steht fest, dass sie Helmut heiraten wird. Und so geschieht es. Nach der Hochzeitsreise bezieht das junge Ehepaar ein Haus, das Helmut für Martha gekauft und eingerichtet hat. Zunächst sind beide glücklich. Zunehmend zeigt sich jedoch, dass Helmut Martha ganz nach seiner Vorstellung formen will. Heimlich kündigt er hinter Marthas Rücken ihre Stelle in der Bibliothek, er lässt das Telefon entfernen und isoliert Martha völlig von der Außenwelt. Nur noch für ihn soll sie da sein. Allmählich wandelt sich Marthas Liebe zu Helmut in Furcht. Als ihr Mann beruflich verreist, trifft sich die vereinsamte Frau heimlich mit einem ehemaligen Kollegen aus der Bibliothek. Doch der misstrauische Helmut erfährt von der Verbindung. Martha gerät in Panik und unternimmt einen Fluchtversuch. Nach einem Unfall erwacht sie im Krankenhaus, nun für immer an den Rollstuhl gefesselt. Helmut steht an ihrem Bett. Jetzt gehört sie ihm ganz. Fassbinders 1974 für den WDR inszeniertes schwarzes Melodram entstand nach einer Vorlage von Cornell Woolrich und wurde im selben Jahr im Fernsehen uraufgeführt. Seine Kinopremiere erlebte der Film erst 1994, nach einem 20 Jahre dauernden Rechtsstreit, bei den Filmfestspielen Venedig.

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