Mariken

Mariken

In einer kleinen, holländischen Stadt im Mittelalter findet der gelehrte Einsiedler Archibald ein kleines Bündel am Wegesrand. Darin liegt Mariken, so lautet der Name auf dem Tuch. Mariken ist erst wenige Monate alt. Jahre später: Mariken hat den Wald, in dem sie in Archibalds Obhut aufgewachsen ist, noch nie verlassen. Als ein Vagabund eines Tages ihre Ziege stiehlt, macht die zehnjährige Mariken sich heimlich auf den Weg in die Stadt, um ein neues Tier zu besorgen. Hier begegnen ihr Menschen, die ganz anders sind, als die in dem Buch, in dem sie mit Archibald lesen und schreiben gelernt hatte. Der Mann, dessen Ziege Mariken einfach mitnehmen will, hetzt ihr die Wachen des Burggrafen hinterher - woher soll Mariken auch wissen, was Geld ist!? Auf der Flucht vor den Wachen rennt Mariken Hals über Kopf in einen furchterregenden Mann, der wie der Teufel persönlich aussieht. Doch der 'Teufel' Joachim ist ihre Rettung, denn er versteckt Mariken blitzschnell zwischen den Kostümen und Requisiten der Gauklertruppe, zu der er gehört. Bei den Gauklern findet Mariken eine neue Familie, und besonders Joachims Frau Isabella schließt das vorwitzige Mädchen schnell ins Herz. Aber Mariken denkt oft sehnsüchtig an Archibald. Als die Schausteller ein Stück vor der hartherzigen Gräfin aufführen müssen, nimmt diese Anstoß an ihrer freizügigen Kritik an der Obrigkeit und will die Gaukler aus der Stadt verjagen lassen. Mariken ist die Einzige, die es wagt, sich zu wehren. Zur Strafe lässt die Gräfin sie einsperren, findet jedoch solchen Gefallen an ihrer Klugheit und ihrem Mut, dass sie das Kind als ihre eigene Tochter aufziehen will. Doch Isabella ist nicht gewillt, das Mädchen einfach aufzugeben. Mutig schmiedet sie einen Plan, um Mariken zu befreien. Aber auch Archibald ist längst auf der Suche nach Mariken ...

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