Märchenhafter Oman

Märchenhafter Oman

LandschaftsbildD  

Maskat, der Name der modernen Hauptstadt Omans, bedeutet so viel wie "Ankerplatz". Eine treffende Bezeichnung für den Regierungssitz einer Seefahrernation. Das Segeln ist bei den Omanern heute weiterhin beliebt, mit dem Unterschied, dass heute auch Frauen vor der omanischen Küste kreuzen. Südlich von Maskat führt ein alter Handelspfad durch ein tiefes Flusstal, das sogenannte Wadi Tiwi, weit hinein in die Gebirge und Wüsten des Landes. Nutzpflanzen aus aller Welt reisten mit den Händlern in die Oasengärten. Die Bauern integrierten sie in ihre Terrassenbeete. Heute leben immer weniger Menschen in den Oasen, und immer weniger von ihnen kennen die mündlich überlieferten Geheimnisse der Oasenwirtschaft. Dabei sind Oasen wie genetische Schatztruhen aus 1001 Nacht. Hoch oben im Hadschar-Gebirge kleben malerische Lehmdörfer an steilen Hängen. Nur wenige sind noch bewohnt. Ein Imker nutzt sein altes Haus in den Bergen für seine Bienenstöcke, ein ehemaliger Bewohner betreibt ein kleines Hotel in seinem verlassenen Heimatdorf. In Nizwa, der nächsten großen Stadt, findet auch heute noch jeden Freitag ein Ziegenmarkt statt. Der Handel hat in Oman Geschichte. Die Stadt Sur war bereits im 6. Jahrhundert ein bedeutendes Zentrum für den Handel mit Ostafrika und ist heute die einzige Stadt im Nahen Osten, in der noch Dhaus gebaut werden. In den legendären Werften von Sur soll einst auch Sindbads Schiff gefertigt worden sein. Westlich von Sur gibt es ist nur noch Wüste - die sogenannten Sharqiya Sands, Heimat der Beduinen. Auch wenn sie heute in klimatisierten Häusern wohnen und Geländelimousinen fahren, die Wüste hat für die "Herren der Kamele" nichts von ihrem Reiz verloren.

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