Mallorcas stille Seiten

Mallorcas stille Seiten

Außerhalb der sommerlichen Hochsaison lässt sich der Deutschen liebste Insel am besten kennenlernen - dann sind die Temperaturen angenehm für Ausflüge, die Strände nicht überfüllt, die Hotelpreise oft günstiger. Zudem schmückt sich die Landschaft mit saftigem Grün und Blütenkleidern, wenn hierzulande noch Winter herrscht oder schon der trübe Herbst beginnt. Immer einen Rundgang wert ist das Städtchen Sóller; seine Lage im Schutz des Tramuntana-Gebirges und sein naher Anschluss an die Hafenbucht von Port de Sòller waren schon für die Römer attraktiv. Die schönste Anreise nach Sòller ist die Fahrt mit dem historischen Holzzug, der über Brücken und durch Tunnel das Tramuntana-Gebirge durchquert. Auch die Fahrt zwischen Sòller und dem Hafen mit der betagten Tram ist ein Muss für Inselentdecker. Wer sich lieber auf zwei Rädern durch die Berglandschaften bewegt, kann mit kundigem Führer etwa von der Nordküste aus ins Gebirge starten - tolle Ausblicke während der Tour garantiert. Eine Station dabei ist Pollença, ein spannendes Ziel zur Osterzeit, denn dann steht die Stadt ganz im Zeichen einer beeindruckenden Karfreitagsprozession. Eine der schönsten Panoramatouren für Mietwagenfahrer ist die Straße hoch über der Westküste, etwa zwischen dem Marktflecken Andratx und Deià, malerischer Anziehungspunkt für Künstler und Literaten. Der September ist der Monat der Weinlese und perfekt geeignet, die köstlichen einheimischen Tropfen zu probieren. Das geht konventionell in den Bodegas, aber auch mal ganz anders während einer Fahrt mit dem "Weinexpress", einem Holzzug auf Rädern, der Besucher zu einer Verkostung mitten im Weinfeld bringt. Schließlich darf für wahre Mallorca-Entdecker eine Wandertour nicht fehlen: Der "Reitweg des Erzherzogs" startet hinter Valldemossa und belohnt den einen oder anderen Aufstieg mit herrlichen Ausblicken auf die Westküste.

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