Mahler auf der Couch

Mahler auf der Couch

Seit er einen verfänglichen Brief des Architekten Walter Gropius an seine Frau gefunden hat, wird der österreichische Komponist und Stardirigent Gustav Mahler von Eifersucht geplagt. Abhilfe soll der Psychoanalytiker Sigmund Freud verschaffen, den der berühmte Musiker 1910 besucht. Im Gespräch mit Freud gibt Mahler alleine seiner jungen Frau Alma die Schuld an dem Ehebruch. Doch bald dreht der Psychoanalytiker den Spieß um. 'Dass es geschah ist verbürgt. Wie es geschehen ist, haben wir erfunden', so Percy und Felix Adlon über ihr humorvolles Melodram über die Begegnung von zwei der bedeutendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Die BR-Koproduktion eröffnet den Abend zum 100. Todestag von Gustav Mahler, der am 18. Mai 1911 in Wien gestorben ist. Im Sommer 1910 unterbricht Sigmund Freud seinen Urlaub in den Niederlanden, um dem Komponisten, Dirigenten und ehemaligen Wiener Operndirektor Gustav Mahler als Psychotherapeut beizustehen. Seit der Künstler einen verfänglichen Brief des Architekten Walter Gropius gelesen hat, der an seine junge Frau Alma gerichtet war, plagt ihn rasende Eifersucht. Keine Note bringt er seitdem mehr zu Papier. Und so nimmt Mahler trotz anfänglicher Zweifel auf der berühmten Couch des Psychoanalytikers Platz. Während Mahler und Freud Almas Ehebruch im Hotelzimmer und während ausgedehnter Spaziergänge durch die verwinkelten Gassen des labyrinthischen Leyden diskutieren, steigen Erinnerungen in Mahler auf - an die gemeinsame Zeit mit Alma, die er als seine Seelenverwandte betrachtet, an ihre ersten Treffen, auch an die erotischen Begegnungen Almas mit Walter Gropius, die er sich in seiner Fantasie ausmalt. Die Schuld gibt der alternde Komponist freilich alleine Alma. Doch mit seinen beharrlichen Fragen dreht Freud bald den Spieß um und fördert Erstaunliches aus dem Unbewussten des Jahrhundertkomponisten herauf.

Bewertung

0,0   0 Stimmen