made in Südwest: Der lange Atem des Stephan Köhler - Medizintechnik der Firma TRACOE medical made in Südwest: Der lange Atem des Stephan Köhler - Medizintechnik der Firma TRACOE medical made in Südwest: Der lange Atem des Stephan Köhler - Medizintechnik der Firma TRACOE medical

made in Südwest: Der lange Atem des Stephan Köhler - Medizintechnik der Firma TRACOE medical

SR Live-TV SR 18.12., 18:15 - 18:45 Uhr
RegionalmagazinD 30 Minuten 

Für Ungeübte schwer auszusprechen: Tracheostomiekanülen. Stephan Köhler konnte das schon als Kind mit Leichtigkeit, denn sein Großvater Rudolf stellte seit Ende der 50er Jahre die Kunststoffkanülen her, die Patientinnen und Patienten durch einen Luftröhrenschnitt unterhalb des Kehlkopfs mit Luft versorgen.

Anfangs produzierte die Firma im Keller und hatte nur eine Handvoll Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, heute sind es allein am Firmensitz in Nieder-Olm bei Mainz rund 250, dazu kommen Tochter- und Schwestergesellschaften in ganz Europa. Die Medizinprodukte rund ums Atmen und Sprechen verkauft "TRACOE medical" inzwischen weltweit in mehr als 80 Länder.

Erst unter Stephan Köhler ist das Unternehmen groß geworden - gegen alle Umstände: Als sein Großvater starb, nahm dieser die Kanülenkleber-Rezeptur mit ins Grab. Der Kleber, der notwendig war, um zwei Hauptteile der Kanüle miteinander zu verbinden. Nur ein enger Freund, Medizinprofessor Franz Waldeck, hatte eine ungefähre Ahnung von dieser Zauberformel. Aber er verriet sie den Köhlers nicht. So begann eine Art Zwangsehe: Erst teilten sich sein Vater und dann Stephan Köhler selbst die Geschäftsführung mit dem inzwischen verstorbenen Professor. Nach außen einig führten sie das Unternehmen erfolgreich in die Welt: Stephan Köhler erschloss Märkte und entwickelte die Marke TRACOE, Professor Waldeck die Produkte.

Mit dem SWR Fernsehen begibt sich Stephan Köhler auf eine Reise in die bewegte Vergangenheit zu den Ursprüngen der Firma: Er trifft Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ersten Stunde, die über Jahre hinweg im eigenen Keller fertigten.

Bis heute steht beim Unternehmen alles auf Erfolgskurs: steigende Umsätze, steigende Mitarbeiterzahlen, neue Produkte wie Kanülen aus Silikon für Babys und Kinder. Doch das Wachstum bringt neue Herausforderungen. Aktuell plant die Geschäftsführung in Nieder-Olm einen millionenschweren Komplettneubau für Verwaltung und Produktion - ein Architektenwettbewerb soll den besten Entwurf in die Tat umsetzen.

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