Madame Tyson

Madame Tyson

DokumentationF / PL  

Der Ringkampf ist im Senegal Volkssport Nummer 1 und gehört weit mehr als Fußball zur Landeskultur. Seit etwa fünf Jahren nehmen sich auch die Medien der Sportart an, und in der Wrestling-Saison übertragen die Fernsehsender des Landes alle Kämpfe. Das Geld fließt in Strömen, ein Top-Ringer verdient mit einem Kampf bis zu 150.000 Euro. Der jungen Generation, die ansonsten nur ans Auswandern denkt, gibt der Traum vom Reichwerden ein wenig Hoffnung. Der Dokumentarfilm begleitet die beiden Ringer Thiam und Modou Faye eine Saison lang. Ihnen stehen entscheidende Monate bevor. Beide stammen aus demselben einfachen Viertel der Hauptstadt Dakar und haben den gleichen Traum. Sie wollen nicht nur ihren persönlichen Ehrgeiz befriedigen und Wrestling-Meister werden. Der Sport bietet ihnen auch die Aussicht, ihre Familie zu ernähren und im Senegal zu bleiben. Doch zwischen den Straßenkämpfen, bei denen die jungen Talente auf sich aufmerksam machen, und den Arenen des Ruhms liegt ein langer, steiniger Weg. Ihr Schicksal liegt in den Händen einer Frau: Ndeye Ndiaye Tyson, Senegals einziger Wrestling-Managerin. Die einflussreiche, ehrgeizige und schöne Frau bestimmt, wer weiterkommt und wer nicht. Für wen wird sie sich entscheiden: Thiam oder Modou? Doch Ndeye Ndiaye Tyson interessiert sich nicht nur für Ringkampf. Sie will auch ihr Land verändern. Im Wahlkampf 2012 unterstützte sie den amtierenden Präsidenten Wade und hoffte, es bis zur Bürgermeisterin zu bringen, im Falle seiner Wiederwahl. Für jeden der drei Protagonisten wird sich in einem entscheidenden Kampf erweisen, ob ihre Träume der Realität Stand halten. Am Beispiel von Wrestling und politischem Engagement schildert der Dokumentarfilm ein Afrika, das für eine bessere Zukunft kämpft.

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