Lost in Translation - Zwischen den Welten

Lost in Translation - Zwischen den Welten

Nachdem sie mit ihrem Regiedebut 'The virgin suicides' (1999) bereits für Aufsehen gesorgt und jede Menge positive Kritik bekommen hatte, landete Sofia Coppola mit ihrem zweiten Film 'Lost in translation' den Überraschungserfolg des Kinojahres 2003. Kein Wunder, denn Coppolas in gerade mal 27 Tagen an Originalschauplätzen in Tokio gedrehter Film strahlt eine erfrischende Energie aus, wie man sie im zeitgenössischen Kino nur noch selten findet. Die Geschichte klingt denkbar einfach: Bob (Bill Murray) und Charlotte (Scarlett Johansson) sind zwei Amerikaner in Tokio. Der Hollywood-Schauspieler Bob ist in der Stadt, um einen Werbespot für Whisky zu drehen. Nach den ermüdenden Drehtagen flüchtet er vor der fremden Umgebung und vor nervtötenden Amerikanern, die ihn erkennen, in sein Hotelzimmer. Die frisch verheiratete Yale-Absolventin Charlotte begleitet ihren Mann John (Giovanni Ribisi), einen erfolgreichen Fotografen, auf einer Arbeitsreise. Tagsüber lässt er sie alleine, nachts schläft er erschöpft neben ihr ein. An der Bar des Luxushotels, in dem sie wohnen, lernen Bob und Charlotte sich in einer schlaflosen Nacht kennen. Aus der zufälligen Begegnung entwickelt sich sehr schnell eine außergewöhnliche Freundschaft. Gemeinsam streifen der alternde Bob und die blutjunge Charlotte durch die nächtliche Japan-Metropole, lernen die Eigenarten der fremden Kultur kennen und geraten immer wieder in skurrile Situationen. Sie landen in Karaoke-Bars und Table-Dance-Schuppen, trinken jede Menge Sake und philosophieren im Hotelzimmer zu Fellinis 'La Dolce Vita' über das Leben. Doch bald müssen sie voneinander Abschied nehmen, denn Bob muss abreisen. Aber die Erinnerung wird beide ein Leben lang begleiten... 'Lost in translation - Zwischen den Welten' ist eine wunderbare Mischung aus skurrilem Humor, exzentrischen Charakteren und heiterer Melancholie.

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