Lola

Lola

In einem Stadtteil von Manila versucht die verarmte Greisin Lola Sepa, das Begräbnis ihres Enkelsohns zu organisieren, der bei einem Raubüberfall erstochen wurde. Sie sammelt Geld bei Verwandten, Freunden und in der Nachbarschaft. Die Bestattungskosten sind jedoch zu hoch. Währenddessen rät der Pflichtverteidiger des Täters dessen Großmutter, Lola Puring, zu einer außergerichtlichen Einigung mit der Familie des Opfers. Daraufhin begibt sich auch Lola Puring auf eine verzweifelte Suche nach Geld. Schließlich treffen sich beide Frauen. 'Lola' beobachtet hartnäckig und detailversessen, wie viel Mühe es macht zu existieren, wenn man kein Geld hat. Hauptfiguren sind die zwei alten Frauen aus bescheidenen Verhältnissen. Der Enkel der ersten wurde auf offener Straße wegen eines Mobiltelefons erstochen, der Enkel der zweiten ist der Mörder. 'Unmissverständlich zeigt Mendoza, dass Geld zwar materielle Not lindern kann, aber nicht den emotionalen Schmerz und Verlust. Ein tiefbewegendes Plädoyer für die Menschlichkeit.' Viennale LOLA war 2009 auf dem Filmfest von Venedig der erste philippinische Film seit 1985. Er hat auf verschiedenen anderen Filmfesten bereits mehrere Preise gewonnen, wie den Grand Jury Prize auf dem Miami Film Festival 2010 und den Don Quijote Preis auf dem 24. Fribourg International Film Festival.

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