Leschs Kosmos: Die Gewalt in uns - verroht die Gesellschaft? Leschs Kosmos: Die Gewalt in uns - verroht die Gesellschaft? Leschs Kosmos: Die Gewalt in uns - verroht die Gesellschaft?

Leschs Kosmos: Die Gewalt in uns - verroht die Gesellschaft?

ZDFinfo Live-TV ZDFinfo 29.08., 06:30 - 07:00 Uhr
DokuserieD 201830 Minuten 

Schlägereien bei Demonstrationen, Übergriffe auf Rettungskräfte, blutige Videos und Hass im Netz: Unser Umfeld wird immer brutaler, zumindest empfinden es viele Menschen so. Stimmt das? Ein Hang zur Gewalt soll tief in uns verwurzelt sein, meinen Wissenschaftler. Welche Rolle spielt unser evolutionäres Erbe noch heute? Und welche Kräfte wirken dem entgegen? Harald Lesch auf den Spuren der Gewalt und ihren Wurzeln. "Früher war alles besser" - ein Gefühl, das weitverbreitet ist. Wissenschaftler sind vom Gegenteil überzeugt: Die Welt ist friedlicher geworden - noch nie gab es so wenige Kriege, so wenige Morde und so wenig Kriminalität wie heute. Dafür gibt es statistische Belege. Doch warum entsteht bei uns der gegenteilige Eindruck? In der Antike kämpften Gladiatoren in der Arena um ihr Leben, im Mittelalter wurde auf dem Marktplatz gefoltert und hingerichtet. Heute sind solche Formen von Gewalt gesellschaftlich geächtet. Hat sich unser Verhältnis zur Gewalt grundlegend verändert? Lange Zeit ging man davon aus, dass Menschen grundsätzlich gewalttätig und böse sind und dass diese Veranlagung gebändigt werden müsse, zum Beispiel durch Erziehung und institutionelle Gewalt. Doch jetzt finden Forscher Hinweise auf eine angeborene Komponente der Moral. Selbst Kleinkinder können schon zwischen Gut und Böse unterscheiden und danach handeln. Laut Studien wissen auch viele Verbrecher, dass sie unmoralisch gehandelt haben. Ob die innere Stimme, die den Werte-Kompass bestimmt, zu unserem Erbe gehört oder erlernt wird, ist ein spannendes Forschungsfeld.

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