Leben im Krieg

Leben im Krieg

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Renate Ackermann wurde 1934 in Kossewen geboren, aufgewachsen ist sie in Lötzen. Ein paar Tage nach ihrem 10. Geburtstag musste sie mit ihrer Mutter und den drei Geschwistern aus Lötzen fliehen, der jüngste Bruder war erst eineinviertel Jahre alt. Er sollte die Flucht nicht überleben. In Danzig besorgte die Mutter Schiffskarten für die Überfahrt nach Dänemark. Das Schiff war die 'Wilhelm Gustloff'. Am Ende des Krieges sollte es 10.000 Menschen von Gotenhafen gen Westen bringen. Auf See ereignete sich das Drama: Ein sowjetisches U-Boot torpedierte die 'Gustloff', von den 10.000 Menschen an Bord konnten nur etwa 1.200 gerettet werden. Schließlich strandete die Familie im bayerischen Burglengenfeld, wo die Flüchtlinge alles andere als willkommen waren. Renate Ackermann hat später selbst vier Kinder bekommen und arbeitete als Familientherapeutin. Ihre Kindheitserlebnisse aber und der Tag, als das Fluchtdrama begann, blieben ihr immer präsent.

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