Lady Chatterley

Lady Chatterley

Zum ersten Mal nahm sich eine Frau des bekannten Skandalromans 'Lady Chatterley' an und schuf mit ihrer Verfilmung das sinnliche Porträt einer ungewöhnlichen Affäre, die gegen die Moral und festgefügten Klassenschranken ihrer Zeit verstieß. Fünf Césars und den angesehenen Kritikerpreis 'Prix Louis Delluc' erhielt die französische Regisseurin Pascale Ferran für ihr eindrucksvolles Erotikdrama aus dem Jahr 2007. Marina Hands und Jean-Louis Coullo'ch verkörpern eines der berühmtesten Paare der Weltliteratur und erkunden die fragilen Grenzen zwischen Lust und Gefühl, Sex und Liebe mit großem schauspielerischen Einfühlungsvermögen. Constance Chatterley (Marina Hands) ist die perfekte Ehefrau und Hausherrin. Den Haushalt des herrschaftlichen Anwesens leitet sie mit größter Aufmerksamkeit. Für ihren Mann (Hippolyte Girardot), der seit seinem Einsatz im Ersten Weltkrieg an den Rollstuhl gefesselt ist, spielt sie die Kameradin und treusorgende Krankenschwester. Doch etwas fehlt in ihrem Leben, und als sie eines Tages auf einem ihrer ausgedehnten Spaziergänge auf den Waldhüter Parkin (Jean-Louis Coullo'ch) trifft, nimmt die Leere plötzlich Gestalt an. Immer wieder zieht es die scheue Frau zu dem wortkargen, ungehobelten Mann, der sich zunächst vom plötzlichen Auftauchen der Lady nur gestört fühlt. Fast widerwillig und unbeholfen entwickelt sich aus dem regelmäßigen Treffen eine Affäre, die nicht nur die beiden höchst unterschiedlichen Menschen überrascht, sondern in einer Zeit festgefügter Standesgrenzen auch keinesfalls öffentlich werden darf. Und dann sind da die Gefühle, die im gemeinsamen Liebesspiel langsam aufkeimen und sich irgendwann nicht mehr unterdrücken lassen. Als Constance gemeinsam mit ihrer Schwester (Hélène Fillières) zu einem Urlaub nach Südfrankreich aufbricht, eskalieren die Dinge in der britischen Grafschaft. Und Constance spürt, dass einer ihrer größten Wünsche in Erfüllung geht.

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