Krokodil

Krokodil

Mario Adorf in einer leichtfüßigen Komödie über das letzte Aufflammen von Liebe. Der große alte Schauspieler in einem Film, der von ungebrochener Vitalität, viel Herz und viel Altersklugheit getragen wird. Richard lebt in einem wunderschönen alten Haus am Fluss. Scheinbar hat er auf seine bärbeißig geistreiche Weise mit seinem früheren Leben als erfolgreicher Schriftsteller und von Frauen umschwärmter Junggeselle abgeschlossen. Geblieben sind ihm sein Oldtimer, mit dem er durch die bayerischen Berge rast, und das wöchentliche Angeln mit seinem einzigen Freund Gabriel. Seine Haushälterin Martha erträgt seine Launen, bleibt ihm dabei keine zynische Bemerkung schuldig. Eines Tages baut eine junge Frau mit ihrem kleinen Sohn im Morgennebel vor Richards Haus einen Unfall. Das Auto muss in die Reparatur, und Judith und Dominik kommen bei Richard unter. Aus den geplanten paar Tagen wird eine Bleibe auf Dauer. Denn Richard entdeckt seine Zuneigung zu dem Jungen, der zunächst mit dem abweisend wirkenden Alten nicht reden will und dann auf dessen tapsige Versuche, ihn zum Reden zu bringen, eingeht. Als das Kind in den Fluss fällt, rettet ihm Richard das Leben. Und dann regen sich späte Frühlingsgefühle, die sich Richard zögerlich eingesteht, gegenüber Judith. Sie ist hübsch, chaotisch-warmherzig und eine miserable Autofahrerin. Und sie ist Malerin. Sie mag den gastfreundlichen und witzigen älteren Herrn. Allerdings gehen ihre Gefühle nicht darüber hinaus. Am Frühstückstisch, im verwilderten Garten, bei Ausflügen und in nächtlichen Gesprächen in Richards Bibliothek wachsen die drei zum Bild einer kleinen Familie zusammen, die Richard nie gehabt und bislang auch nicht vermisst hat. Gabriel ist sauer, weil sein Freund ihn ignoriert. Und die lebenskluge Martha warnt Richard. Mit Recht - denn Judith hat ihr Auto in den Graben gesetzt, weil sie vor einem Mann geflüchtet ist, von dem sie nicht loskommt.

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