Krise

Krise

Vier gleich aussehende und identisch gekleidete Männer mittleren Alters sitzen nebeneinander auf einer Couch und erzählen mit verschiedenen Stimmen von Krisenmomenten aus ihrem Leben.

Handelt es sich bei den vier Männern etwa um Vierlinge? Oder sitzen wir einem filmischen Trick auf? Mit seinem minimalistischen Setting und seinem subtilen Verfremdungseffekt gelingt es dem Film, innere Zwiespälte empathisch und humorvoll ins Bild zu setzen.

Der Kurzfilm thematisiert sein Titelmotiv mit Zen-artiger Kargheit und Gewitztheit auf doppelte Weise: Während einer der vier Männer redet, sitzen die anderen stumm daneben. Mal scheinen sie zuzuhören, mal wirken sie abwesend.

Angesichts der offenen Identitätsfrage geraten auch wir ein wenig außer uns und erleben als Zuschauer eine Mini-Krise unserer eigenen Wahrnehmung. Selbst wenn wir die Lösung des filmischen Zaubertricks kennen - es handelt sich vier Mal um denselben Darsteller, aber unterschiedliche, nachsynchronisierte Stimmen -, fällt es schwer, daran zu glauben.

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