Kostbar und schützenswert - Boden in Niederösterreich

Kostbar und schützenswert - Boden in Niederösterreich

Regionalmagazin 

Täglich werden in Österreich rund 20 Hektar Bodenfläche verbaut - das entspricht einer Größe von 30 Fußballfeldern. Der Film dokumentiert die Auswirkungen dieser Flächenversiegelung.

Setzt sich die Versiegelung des Bodens in diesem Ausmaß fort, ist in 200 Jahren die gesamte Agrarfläche Österreichs zubetoniert. Die Errichtung weiterer Einkaufszentren oder Industriehallen führt dazu, dass Landschaften zerschnitten werden und Ortskerne veröden.

Der Rückgang der Landwirtschaft bewirkt darüber hinaus eine weitere Zersiedelung der Regionen und erhöhte Aufwendungen der Gemeinden für die Infrastruktur. Dementsprechend groß sind die Herausforderungen für die regionale Raumplanung: Sie setzt verstärkt auf die Revitalisierung leer stehender Gebäude und Flächen - den sogenannten Brachen. Der Film zeigt am Beispiel Niederösterreichs, wie nachhaltige Bodenbewirtschaftung funktionieren kann und so die Lebensgrundlagen für die Zukunft gesichert werden können.

So nutzt Mistelbach im Weinviertel die "NÖ Flächenmanagement-Datenbank" für eine geordnete Stadtentwicklung, bei der der quantitative Bodenschutz gewährleistet wird. In Krummnußbaum an der Donau wiederum soll nach dem Prinzip "Innen- vor Außenentwicklung" ein vitales Ortszentrum geschaffen werden. Nicht zuletzt ist Tulln an der Donau ein überzeugendes Beispiel für umweltbewussten und zukunftsorientierten Umgang mit den wertvollen Boden-Ressourcen. Für die vielfältigen Bemühungen wurde die Stadt unter anderem mit dem "Österreichischen Bodenschutzpreis" und dem Europäischen Klimaschutzpreis "Climate Star" ausgezeichnet.

Eine zunehmende Gefahr für die Ertragsfähigkeit von Böden und deren Fähigkeit, Wasser zu speichern, ist die Bodenerosion. Auch sie gefährdet in letzter Konsequenz die Nahrungsmittelkette: Denn ohne gesunde Böden gibt es keine gesunden Nahrungsmittel. Auch hier stellt der Film Menschen vor, die dem entgegenwirken, etwa einen Biobauern in der Region Wagram östlich von Krems: Er erzeugt mithilfe eines Regenwurmstalls organischen Biodünger. Wie dieser Landwirt haben sich in Niederösterreich insgesamt 41 000 bäuerliche Betriebe der Bodenschonung und dem Ressourcenschutz verschrieben. Und auch Landwirtschaftsschulen wie der Bildungshof Gießhübl in Amstetten widmen sich in ihren Aus- und Weiterbildungsprogrammen der nachhaltigen Bewirtschaftung.

Bewertung

0,0   0 Stimmen