Keine Gnade für Johnny T.
Im Mittelpunkt des spannenden Westerns, 1951 von Actionspezialist John Rawlins inszeniert, steht Ben Johnson (1920 - 1996). Der ehemalige Rodeoreiter verdankte seine Hollywoodkarriere vor allem John Ford. Ford gab ihm 1948 in 'Spuren im Sand' eine erste Chance. Johnson überzeugte ihn ganz und gar, Ford besetzte ihn auch in seinen Westernklassikern 'Der Teufelshauptmann', 'Rio Grande' und 'Wagonmaster' ('Westlich St. Louis'). Der Western blieb Johnsons wichtigstes Genre, so spielte er u.a. in 'Mein großer Freund Shane', 'Rebell der roten Berge', 'Chisum', in 'Nevada-Pass', 'The Wild Bunch - Sie kannten kein Gesetz' und in 'Wild Horses'. Seinen größten Erfolg aber feierte er in dem Kultfilm 'The Last Picture Show' (1971). Für seine Leistung als Kinobesitzer Sam, der vor allem alte Western wie 'Red River' oder 'Wagonmaster' abspielt, erhielt er den Oscar als bester Nebendarsteller. 'Beinahe ein halbes Jahrhundert hat Johnson eine Tradition bewahrt im 'Americana', dem amerikanischen Kino par excellence, und ist damit - archetypisch, zeitlos - zur Verkörperung Amerikas geworden. Chevaleresk, das ist die einzige Bezeichnung für ihn: die Ritterlichkeit des Rodeoreiters', schrieb Fritz Göttler in seinem Nachruf (SZ 10.04.96).