Joschka und Herr Fischer - Eine Zeitreise durch 60 Jahre Deutschland
68er-Aktivist, Stadtguerillero, Taxifahrer, Sponti, Umweltminister in Turnschuhen, Außenminister im Anzug - Joseph "Joschka" Fischer hat sich nie in ein Schema pressen lassen. Regisseur Pepe Danquart nimmt Fischers bewegtes Leben als roten Faden, um sechs Jahrzehnte deutscher Nachkriegsgeschichte zu reflektieren. Anhand markanter Szenen aus seiner eigenen und der deutschen Geschichte kommentiert Joschka Fischer, der soeben seinen 65. Geburtstag gefeiert hat, die Zeitläufte - mal nachdenklich, mal selbstironisch und immer unverwechselbar.
Von den spießigen 50er-Jahren, den wilden Tagen der APO und der "bleiernen Zeit" des RAF-Terrors über die Anfänge der Anti-Atomkraftbewegung und die Gründungsjahre der Grünen bis hin zum Fall der Mauer und der ersten rot-grünen Bundesregierung. Wie eine Zeitmaschine schildert der Film die Entwicklung eines Landes, das viele Jahre brauchte, um Demokratie zu lernen und sich von den Schatten der Vergangenheit zu lösen. Kein Zweifel: "Joschka" hat Geschichte gemacht. Doch es ist die ganz besondere Geschichte der Deutschen, die eine Karriere wie seine überhaupt erst ermöglicht hat. Zahlreiche Zeitzeugen - von Katharina Thalbach über Daniel Cohn-Bendit bis zur Band Fehlfarben - runden Pepe Danquarts Dokumentarfilm ab zu einem gleichermaßen kontroversen wie unterhaltsamen Kaleidoskop aus Tagen, in denen ohne Atempause Politik gemacht wurde.