Jonestown: Massenselbstmord einer Sekte

Jonestown: Massenselbstmord einer Sekte

Recht und KriminalitätUSA  

Der 1931 in Crete, Indiana, geborene James Warren 'Jim' Jones war ein US-amerikanischer Prediger und Gründer der US-Sekte 'Peoples Temple'. Er wuchs als Kind eines traumatisierten Kriegsinvaliden des Ersten Weltkriegs und einer abergläubischen Fabrikarbeitern auf und kam bereits früh mit dem fundamentalistischem Glauben der 'Kirche des Nazareners' in Berührung. 1950 zogen Jones und seine Frau Marceline Baldwin nach Indianapolis, wo der 19-Jährige ungeweiht und ohne richtige Ausbildung eine Pfarrstelle in einer methodistischen Gemeinde übernahm. Dort vertrat Jones liberale Bürgerrechte und engagierte sich aktiv für die Rassenintegration. Als Konservative mit Anfeindungen reagierten, gründete Jones 1955 die Sekte 'Wings of Deliverance', die wenig später in 'Peoples Temple' umbenannt wurde. Jones' anfangs liberale Predigten radikalisierten sich danach zunehmend - er begann ideologische Elemente von Marx, Stalin, Mahatma Gandhi, Martin Luther King und Fidel Castro zu verbinden und erschuf bald einen christlichen Erlösungsglauben, den er mit sozialistischen Ideen verband. Nach offener Kritik, Drogengerüchten und sexuellen Vorwürfen, floh Jim Jones mit mehr als 1000 Sektenmitgliedern 1974 aus den USA nach Guyana, die er wenige Jahre später in den Massensuizid trieb.

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