Jonathan

Jonathan

Jonathan ist 24. Er pflegt seinen schwer an Krebs erkrankten Vater Burghardt aufopferungsvoll. Sein eigenes Leben stellt Jonathan dafür schon seit Jahren hintenan. Mit viel Mühe und kleinen Tricks bringt er seinen Vater dazu, die Medikamente zu nehmen, die er mehr und mehr ablehnt. Von Burghardts Wunsch nach einem, wie er sagt, würdevollen Tod will Jonathan nichts hören. Burghardts Zustand verschlechtert sich zusehends, und Jonathan ist zunehmend überfordert - bis ihn Anka bei der Pflege seines Vaters unterstützt. Jonathan fühlt sich stark zu Anka hingezogen. Er verliebt sich Hals über Kopf und beginnt sein bisheriges Leben infrage zu stellen. Jonathan erfährt, dass Anka in einem Hospiz arbeitet und Menschen beim Sterben begleitet. Sie behandelt das Thema Tod, das Jonathan bislang immer verdrängt hat, mit einer Leichtigkeit, die ihm etwas von seinem Schrecken nimmt. Als Burghardts verschollen geglaubter Jugendfreund Ron auftaucht, ändert sich alles. Burghardt blüht auf, es geht ihm sichtlich besser - und Ron bleibt. Jonathan, der glücklich sein sollte über diese positive Entwicklung, empfindet Ron als Eindringling. Als er dann auch noch erfährt, dass sein Vater und Ron mehr verbindet als nur Freundschaft, die beiden eine homosexuelle Beziehung hatten und ineinander die große Liebe fanden, bricht für ihn eine Welt zusammen. Das bereits angespannte Vater-Sohn-Verhältnis steht vor einer Zerreißprobe. Erst nach und nach versteht Jonathan, dass er seinen eigenen Weg finden muss - und lieben auch bedeutet, loslassen zu können.

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