John le Carre - Ein Meister des Verrats

John le Carre - Ein Meister des Verrats

Zeitgeschichte 

Der Brite Le Carré zählt zu den erfolgreichsten Verfassern von Spionage-Thrillern auf der Welt. Seine Lebensgeschichte liest sich selbst wie ein Roman. 1931 als David John Moore Cornwell geboren, wurde er im Alter von fünf Jahren von seiner Mutter verlassen. Sein Vater, ein Hochstapler und Betrüger, erzog David so gut es ging, bis der Junge mit 13 Jahren in ein Internat kam. Mit 16 entzog er sich den strengen und repressiven Internatsregeln und floh nach Bern. Dort studierte er ausgerechnet Germanistik, in der unmittelbaren Nachkriegszeit für seine Landsleute eine Provokation. Wann genau der britische Geheimdienst John le Carré ansprach, ob bereits in Bern oder erst während seiner Zeit im diplomatischen Dienst in Bonn, darüber hüllt sich der Romancier bis heute in Schweigen. Doch schon als junger Mann entdeckte er sein Interesse an der Welt der Spionage, des Verrats, der doppelten Moral und an der Ungerechtigkeit, die entsteht, wenn sich Menschen in Konfrontation mit Institutionen und Systemen befinden. Und diesen Themen ist er bis heute treu geblieben.
John le Carré zählt zu den wichtigen Schriftstellern unserer Zeit, er ist radikal, bösartig, analytisch, witzig und intelligent - und das nicht nur als Romancier. Außerdem gilt er als sehr aufmerksamer Beobachter und Gesprächspartner in politischen und gesellschaftlichen Fragen, der sich seit jeher einmischt in die tagespolitische Diskussion.

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