Jäger des verlorenen Schatzes

Trivia zu Jäger des verlorenen Schatzes

Wusstest du schon ...

 

Die wahre Liebesgeschichte

Während Jäger des verlorenen Schatzes für Marion und Indy nur begrenzt romantisch ausgeht, erwies sich der Film für Produzent Frank Marshall und die heutige Lucasfilm-Chefin und damalige Assistentin von Steven Spielberg, Kathleen Kennedy, als romantischer Glücksfall: Zur Vorbereitung der Lastwagen-Verfolgungsjagd bauten die Beiden ein Wochenende lang gemeinsam Modelle der beteiligten Fahrzeuge und kamen sich dabei sichtbar näher. Marshall und Kennedy sind seit 1987 miteinander verheiratet und haben zusammen mit Steven Spielberg Amblin Entertainment gegründet, die Produktionsfirma hinter Erfolgen wie E.T., Das Imperium der Sonne, Zurück in die Zukunft, Jurassic Park, Casper, Men in Black, Der Soldat James Ryan, Die Maske des Zorro und zahlreiche weitere mehr.

Nicht jugendfreie Anspielungen

Bei Brodys Besuch in Indys Haus ist Dr. Jones nicht umsonst so herausgeputzt: In seinem Schlafzimmer sollte sich zu diesem Zeitpunkt eine junge Dame befinden, doch die entsprechende Szene wurde letztlich aus dem Film geschnitten, da Spielberg befand, dass Indy als Playboy nicht überzeugend wäre. Ein zweideutige Anspielung ist im Film allerdings erhalten geblieben: Die gesamte Marion-Indy-Liebesgeschichte wurde von Lucas, Lawrence Kasdan und Spielberg so geplant, dass Marion Indy bei ihrem ersten Zusammentreffen als offensichtlich Minderjährige verführt und Indy sich auf diese Liaison eingelassen hatte. Sichtbar ist dies noch im ersten Gespräch der Beiden, in dem Marion bemerkt, Indy habe gewusst, dass es falsch war.

Wieso mussten es ausgerechnet Schlangen sein?

Steven Spielberg bekannte Jahre nach dem Dreh, dass ihm beim Anblick der zahllosen Schlangen am Set tatsächlich so übel wurde, dass er sich beinahe übergeben hätte. Eine der Schlangen wurde bei den Dreharbeiten übrigens tatsächlich getötet: Eine Python war einer Kobra in den Weg geraten und wurde von ihr gebissen und vergiftet.

Mein Name ist Indiana

Steven Spielberg wollte ursprünglich einen Bondfilm drehen. Bei einem gemeinsamen Urlaub auf Hawaii, wohin sich George Lucas kurz nach dem Kinostart von Krieg der Sterne geflüchtet hatte, stellte Lucas Spielberg stattdessen seine Idee eines klassischen Abenteuerfilms vor. Spielberg war begeistert. Jahre später, als für den dritten Teil der Reihe ein Darsteller für Indys Vater gesucht wurde, kam Spielberg auf seine Originalidee zurück und holte sich den einzig wahren Bond: Sean Connery.

Sicherheit geht vor

In der Szene, in der Indy in die Quelle der Seelen hinabgelassen wird und auf den Boden fällt, sieht er sich plötzlich einer Kobra gegenüber. Zwischen Ford und der Kobra ist im Schein der Fackeln eine Glasscheibe zu sehen, die zu Fords Sicherheit installiert wurde und von der Kobra während des Drehs auch wirklich mit Gift bespritzt wurde.

Der Hund hieß Indiana

Im dritten Teil der Reihe enthüllt Sean Connery als Henry Jones senior, dass sein Junior den Namen des Familienhundes Indiana angenommen hatte. Der wahre Indiana gehörte George Lucas, war eigentlich eine Sie und diente auch als Vorlage für Han Solos Kopilot Chewbacca in Krieg der Sterne, da Lucas immer mit seinem Hund auf dem Beifahrersitz durch Kalifornien fuhr.

Jones!

Indys Name wurde erster in letzter Minute zu Jones geändert. Vorher hieß er durchgängig "Indiana Smith".

Misstrauen ist gut

Während seine Mitarbeiter die Feinheiten der tunesischen Küche auskosteten, beschränkte sich Steven Spielberg beim Dreh auf mitgebrachte Konserven. Die Folge: Während es ihm die ganze Zeit über blendend ging, wurden nacheinander oder gleichzeitig fast alle angereisten Schauspieler und Mitarbeiter mit einer mittleren Lebensmittelvergiftung diagnostiziert. Einen Vorteil hatte diese Entwicklung allerdings: Da auch Harrison Ford davon betroffen war, konnte er seine ursprünglich geplante Actionszene gegen den Schwertkämpfer nicht drehen. Spielberg entschied spontan, Indy solle seinen Gegner einfach erschießen und schuf damit einen der erfolgreichsten Gags des Films.

Aus Neu mach Alt

Indiana Jones' legendäre Lederjacke sieht im Film ziemlich abgewetzt aus, war in Wahrheit aber brandneu. Um Indys abenteuerliche Vergangenheit auch in seinem Kostüm anzudeuten, wurde die Jacke, bzw. die insgesamt etwa 10 Jacken, von der Kostümabteilung äußerst unsanft behandelt, um sie älter aussehen zu lassen. Ähnlich erging es Indys ebenfalls brandneuem Hut, der durch die Mangel gedreht wurde, bevor sich die Kostümdesignerin und Harrison Ford selbst eine Weile darauf setzten, um den Eindruck eines alten, vielgeliebten und gut eingetragenen Huts zu erwecken.

Letzte Wahl

Harrison Ford wurde erst in quasi letzter Minute zu Indiana Jones, da der Schauspieler zuvor wegen seiner früheren Zusammenarbeit mit George Lucas (American Graffiti, Krieg der Sterne, Das Imperium schlägt zurück) erst gar nicht in die engere Auswahl gezogen worden war. Der aussichtsreichste Indy-Kandidat vor Ford war Tom Selleck, mit dem sogar Testaufnahmen im Kostüm angefertigt wurden, doch Selleck hatte bereits für die Fernsehserie Magnum unterschrieben und stand vertraglich nicht zur Verfügung. Andere Schauspieler, die Spielberg und Lucas in Betracht zogen, waren Nick Nolte, Sam Neill, Jeff Bridges, Steve Martin, Bill Murray und selbst Chevy Chase. Letzten Endes sah sich Spielberg Das Imperium schlägt zurück an und fand, dass Han Solo der bestmögliche Indiana Jones sei. Lucas stimmte zu, und Harrison Fords Karriere nahm endgültig Fahrt auf.

Nach Hause telefonieren

Während des Drehs schrieben Spielberg und Melissa Mathison, die damalige Frau von Harrison Ford, die ihn vor Ort besuchte, gemeinsam ein Drehbuch. Auf Basis dieses Drehbuchs entstand später E.T. - Der Außerirdische.