Istrien

Istrien

Istrien: eine Landschaft wie in der Toskana mit verträumten und verschlafenen Renaissancestädtchen, Bergfestungen, verfallenen Steinhäusern, Zikaden und Macchia überall. An der Südwestküste liegen die venezianisch anmutenden Hafenstädte mit ihren Zeugnissen vergangener Hochkulturen wie dem römischen Amphitheater in Pula und der byzantinischen Kathedrale in Porec. Istrien gehörte lange Zeit zur Donaumonarchie, der auch der erste touristische Aufschwung zu verdanken ist. Die Landflucht aus politischen Gründen und der Tourismus, der die Einwohner an die Küste lockte, hätten beinahe dazu geführt, dass das Landesinnere vereinsamt und verödet wäre. Heute besinnen sich die Menschen auf ihre Wurzeln und widmen sich dem Erhalt ihres kulturellen Erbes. So erlangte das istrische Olivenöl wieder Weltruhm und die grauen Riesen, die Boskarin-Rinder, die einst den Pflug zogen, wurden vor dem Aussterben bewahrt. Der Trüffel aus dem Mirnatal kann es mit der italienischen Konkurrenz aufnehmen und auch die Unterwasserwelt der Adria überrascht mit Artenvielfalt. Kaum ein Landstrich Europas hat so oft die Herrscher gewechselt, hatte so viele Kriege auf kleinstem Raum zu ertragen.

Bewertung

0,0   0 Stimmen